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Wieviel kostet eigentlich eine Bestattung?

  • 19. März
  • 5 Min. Lesezeit

Was kostet eine Bestattung?
Wir werden oft gefragt, was kostet eigentlich eine Bestattung? Foto: DanDennis unsplash

Wir werden oft gefragt, was kostet eigentlich eine Bestattung. Die kurze Antwort "Das kann man so pauschal nicht sagen" klingt vielleicht erstmal unbefriedigend, aber ist eigentlich eine gute Nachricht. Denn es kommt nun mal darauf an, was, wo und in welchem Umfang man sich vorstellt, bestattet zu werden. Die ausführliche Antwort findest du hier – mit einer klaren Übersicht über die typischen Kostenpunkte.


Unsere Preise findest du übrigens auch transparent aufgeschlüsselt auf unserer Webseite zum Runterladen. 

Zu den Kosten von Kreis & Raum



Was sind die durchschnittlichen Kosten einer Bestattung?

Die durchschnittlichen Bestattungskosten in Deutschland liegen insgesamt meist zwischen 7.000 und 12.900 Euro. Je nach Bestattungsart, Region und individuellen Wünschen können die Kosten aber auch darunter oder deutlich darüber liegen.


Durchschnittliche Kosten für eine Beisetzung gemäß Daten Statista 2026
Durchschnittliche Kosten für eine Beisetzung gemäß Daten Statista 2026
Das ist ganz schön viel Geld. Muss das sein?

Oben sieht man, was eine Bestattung in Deutschland kosten kann. Natürlich ist das nur der Durchschnitt, ein Grabstein muss nicht 5.000 € kosten. Braucht und will man überhaupt einen Grabstein? Auch die Kosten für einen Friedhof können sich ziemlich unterscheiden. Weiterhin gibt es die Möglichkeit einen FriedWald zu wählen, dann entfällt auch die Pflege des Grabes. Du siehst also, es gibt sehr viele Stellschrauben, um Bestattungskosten nach oben oder nach unten hin zu verändern. 


Stimmt es, dass eine Erdbestattung viel teurer ist?

Was die Erdbestattung teurer macht als die Beisetzung der Asche, sind die oft längeren Kosten für die Kühlung der verstorbenen Person im Sarg, um auf die Beisetzung zu warten. Sowie der Grabplatz, der größer und daher etwas teurer ist. Außerdem braucht man noch 4-6 Menschen, die den Sarg auf dem Friedhof tragen. Auch wenn man sechs Träger:innen privat organisiert, braucht man in der Regel trotzdem 4-6 professionelle Personen, die den Sarg senken, denn das ist von Seiten des Friedhofes aus Versicherungsgründen durch Privatpersonen nicht erlaubt.


Typische Bestattungsarten und die grobe Kostenspanne:

  • Erdbestattung: ca. 8.000–13.000 Euro

  • Feuerbestattung (Urnenbestattung): ca. 4.000–10.000 Euro


Die größten Einflussfaktoren auf die Kosten sind:

  • der Friedhof

  • die Grabart

  • der Umfang der Trauerfeier (Redner:in, Musik, Blumen)


Wie setzen sich die Kosten beim Bestattungsinstitut zusammen?

Zum einen gibt es notwendige Kosten, um die man nicht drum herum kommt. Zum anderen gibt es optionale Kosten, die sich aus den persönlichen Wünschen ergeben. Wenn zum Beispiel die Abschiedsfeier sehr individuell gestaltet sein soll mit professioneller Trauerrede, Live-Musik und vielen Blumen. Es ist natürlich alles möglich, von klein und fein bis zur ganz großen Abschiedsfeier. 


📌 Notwendige Bestattungsleistungen / Kosten für die Organisation:

  • Formalitäten: Behördliche Anträge (zB Sterbeurkunde), Abmeldungen Rente und Krankenkasse etc.

  • Organisatorisches: Absprachen mit Pflegeheim und weiteren Einrichtungen sowie Anmeldung der Kremierung (Krematorium) & Beisetzung (Friedhof)

  • Überführung: Abholung der verstorbenen Person von Zuhause, aus dem Krankenhaus, Pflegeeinrichtung oder Hospiz und zweite Überführung zum Krematorium oder Friedhof

  • Kühlung der verstorbenen Person

  • Verstorbenenversorgung: Waschen, Ankleiden, Einbetten in den Sarg

  • Sarg, Ausschlag des Sarges, Matratze und Kissen


📌 Notwendige Gebühren:

  • Sterbeurkunden (mind. 1) 

  • Gebühren für die Einäscherung und die 2. Leichenschau (dieser Posten ist nur bei einer Feuerbestattung notwendig)


Optionale Kosten: 

  • Abschied nehmen am Sarg / Aufbahrung / Sarg bemalen

  • gemeinsames Waschen und Anziehen

  • Trauerfeier

  • Redner:in

  • Musiker:in

  • Blumen

  • Schmuckurne

  • Trauerkarten etc.


Und was kostet der Friedhof?

In Berlin sind die Gebühren für die Grabstellen sehr unterschiedlich und unterscheiden sich zwischen den städtischen und christlichen Friedhöfen. 


Günstigster Friedhof in Berlin:

Auf dem katholischen St. Hedwig-Friedhof III: 350 € für ein Urnengrabplatz auf einer Wiese, dieses Grab ist pflegefrei, d.h. der Friedhof gießt und mäht den Rasen und man darf/muss die Stelle nicht selbst bepflanzen. Es gibt keinen Grabstein, sondern ein kleines Namensschild/Bodenstecker. 


Durchschnittliche Friedhofskosten in Berlin:

Durchschnittlich kann man aber sagen, kostet eine Urnenstelle in Berlin um die 600-1.000€ und eine Erdstelle für einen Sarg um die 1.000-2.200€.


Nicht vergessen, das Grab muss auch gepflegt werden.

Die meisten Grabstellen muss man selber pflegen. Wer das nicht möchte, muss eine Pflege durch den Friedhof oder eine Gärtnerei beauftragen oder kauft direkt ein Grab, das pflegefrei ist.

Mit jährlich 200-450€ muss man rechnen. Auf 20 Jahre Grabnutzung sind das also mindestens 4.000€-9.000€


Jetzt aber mal konkret, was heißt das in Zahlen?

Wir zeigen dir ein paar Rechenbeispiele, wie sich die Kosten für eine Feuerbestattung zusammensetzen können. Alle Zahlen sind Schätzwerte zur Vereinfachung und stellen keinen Anspruch auf Verbindlichkeit.


📌 Notwendige Bestattungsleistungen und Gebühren:

2.950€ für Bestattungsleistungen und Organisation 

+462€ Gebühren für die Einäscherung und Sterbeurkunde

=3.412€ 📌 Brutto für die notwendigen Bestattungsleistungen


✨ Optional - ohne Feier

+350€ Friedhofsgebühren für den Grabplatz

+3.412€ 📌 Brutto für die notwendigen Bestattungsleistungen

=3.762€ Kosten für eine Beisetzung gesamt


✨ Optional - kleine (stille) Beisetzung ohne Zeremonie

+350€ ✨ Friedhofsgebühren für den Grabplatz

+60€ Friedhofsgebühren für Kapellenmiete (15 Min)

+350€ Bestattungsleistungen (Organisation, Dekoration, Begleitung der Feier) 

+50€ Blumen

+3.412€ 📌 Brutto für die notwendigen Bestattungsleistungen

= 4.222€ Kosten für eine Beisetzung mit kleiner Feier gesamt


✨ Optional - große Feier (30-60 Min) mit Zeremonie

+1.000€ Friedhofsgebühren für den Grabplatz

+300€ Friedhofsgebühren für Kapellenmiete (60 Min)

+750€ Bestattungsleistungen (Organisation, Dekoration, Begleitung der Feier 60 Min) 

+300€ Blumen

+500€ Redner:in

+600€ ✨ 2 Musiker:innen live

+3.412€ 📌 Brutto für die notwendigen Bestattungsleistungen

 = 6.862€ Kosten für eine Beisetzung mit großer Feier gesamt


Und wie sind die Kosten für eine Erdbestattung?

Eine Erdbestattung unterscheidet sich vor allem in den Kosten für den Friedhof und den notwendigen Kühlkosten sowie dem Transport des Sarges. für den Sarg. Diese Kosten muss man zusätzlich zu oben stehenden Beispielrechnungen addieren.

+500€ Friedhofsgebühren für den Grabplatz (Erdstelle)

+100€ Kühlkosten

+450 Sargträger:innen

=1.050€ 👉 Zusätzliche Kosten für eine Erdbeisetzung (diese können aber auch stark nach oben variieren)


Die Beerdigung ist organisiert, welche Kosten kommen noch auf mich zu?


Mögliche Wohnungsauflösung

Ein Punkt, der häufig unterschätzt wird: die Wohnungsauflösung nach dem Todesfall. Gerade wenn der verstorbene Mensch zur Miete gewohnt hat, entsteht hier oft Zeitdruck. Gleichzeitig muss man sich auch entscheiden, was und wieviel man behält.

Typische Kosten:

Bild und Box mit Erinnerungen, Foto: miguelphoto
Bild und Box mit Erinnerungen, Foto: miguelphoto
  • Entrümpelung / Haushaltsauflösung

    • ca. 1.000–5.000 Euro, je nach Wohnungsgröße und Zustand

  • Zusätzliche Entsorgungskosten

    • Sperrmüll

    • Sondermüll (Farben, Elektrogeräte)

  • Weitere mögliche Kosten

    • Renovierung bei Mietwohnungen

    • Maklerkosten bei Verkauf

    • Zwischenlagerung von Möbeln





Die laufenden Kosten bis zur Wohnungsauflösung

Für eine Wohnungsauflösung braucht man Kraft und Energie. Nicht immer hat man davon genug, um direkt nach dem Verlust eines Menschen mit der Auflösung der Wohnung zu beginnen. Bis dahin laufen Kosten für Miete und auch andere Verträge weiter.


Typische Kosten:

  • Miete (in der Regel 3 Monate, wenn der Vertrag nicht früher aufgelöst werden kann)

  • Strom, Gas

  • Telefon, Internet

  • Versicherungen, Abos, Mitgliedschaften etc.


Wer muss das alles zahlen?

Grundsätzlich gilt: Die Erben tragen die Bestattungskosten. Dabei spielt es keine Rolle, ob du das Erbe annimmst oder ausschlägst – die Bestattungspflicht bleibt bestehen. Sollte aber etwas Geld beim Verstorben vorhanden sein, kannst du als Erbe/Erbin davon erstmal die Bestattung zahlen. Denn grundsätzlich gilt auch: 

Erbe = Nachlass minus Bestattungskosten. Das heißt, der Geldbestand des Verstorbenen, der nach der Bestattung übrig bleibt, fällt in die Erbmasse.

Wenn der Verstorbene nichts hinterlässt und du finanziell nicht in der Lage bist, die Kosten zu tragen, kann unter bestimmten Voraussetzungen das Sozialamt einspringen. In der Regel haben Menschen, die Sozialleistungen (zB Bürgergeld) empfangen, Anspruch auf Kostenübernahme der Bestattung beim Sozialamt. Das muss aber von Fall zu Fall geprüft werden.


Bestattungskosten

Die Frage „Wieviel kostet eine Bestattung?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Wichtig ist, dass du weißt, was für dich selbst oder für den Verstorbenen wichtig ist und wo du Unterstützung bekommst. Und was für eine Beisetzung essentiell oder nur optional ist. Dann kannst du auch im Moment der Trauer die Kostenpunkte realistisch einschätzen und deine Entscheidungen abwägen – unabhägig von gesellschaftlichen Zwängen und Konventionen.


Eine Bestattung ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine emotionale Aufgabe. Informationen helfen dir, Entscheidungen zu treffen, die zu dir und deiner Situation passen.


Fotocredits: Miguel Photo - https://unsplash.com/de/@miguelphoto

 
 
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